Papua Neugunineas Inseln

Die Hauptinseln sind Neu-Britannien, Neu-Irland und die Admiralitäts-Inseln (die zusammen die Bismarck-Inselgruppe bilden), die nördlichen Salomon-Inseln Bougainville und Buka sowie eine weiter südliche Inselgruppe, die die Trobriand- und die D'Entrecasteaux-Inseln einschließt.
Die Hauptstadt von Neu-Britannien, Rabaul, bietet mehrere Hotels, Klubs, Restaurants, Tanz- und andere Unterhaltungsveranstaltungen. Es gibt auch Sportplätze, z. B. einen Golfplatz, aber das Hauptgewicht liegt eindeutig auf Wassersport, einschliesslich Tauchen, Angeln, Segeln und Windsurfen. Man kann diverse interessante Stätten besichtigen wie z.B. das Gunantabu (die Überreste der Residenz Königin Emmas) mit ihrem Privatfriedhof, die Ruinen des Deutschen Regierungshauses auf dem Namanula-Hügel, das 576 km lange unterirdische Tunnelsystem, das von den Japanern angelegt wurde, den Admirals-Bunker, der heute ein Museum ist, einen Orchideenpark und den Markt in Rabaul, der im ganzen Südpazifikraum bekannt ist. Die Aussichtspunkte Malmaluan und Namanula bieten einen guten Panoramablick. Abenteuersuchende und Kletterbegeisterte können die erloschenen und aktiven Vulkane der Insel erkunden.
Das Inselvolk der Baining führt nachts spektakuläre Feuertänze auf.
Neu-Irland und die Admiralitäts-Inseln liegen abseits der üblichen Touristenpfade. Auf den nordwestlichen Admiralitäts-Inseln gibt es keine Bäume. Die Inselbewohner fertigen Kanus aus Baumstämmen an, die den Sepik heruntergetrieben werden.

Bougainville und Buka werden durch eine Reihe von ganz kleinen Inseln voneinander getrennt. Bougainville ist ganz auf Touristen eingestellt. Vor der Küste kann man ausgezeichnet schwimmen und tauchen und die Insel bietet gute Möglichkeiten für Buschwanderungen und Höhlenexpeditionen. Angeboten werden u.a. eine sechsstündige Wanderung (bergab) von Panguna nach Arawa sowie ein dreitägiger Ausflug zum Gipfel des Mount Balbi, einem erloschenen Vulkan. Man sollte sich vor Beginn eines solchen Ausflugs beim Tourism Officer eine Genehmigung für den Besuch einiger Dörfer entlang der Reiseroute besorgen. In Arawa gibt es einen 9-Loch-Golfplatz und im nahegelegenen Dorf Kerei eine Schmetterlingsfarm, die man nach vorheriger Vereinbarung besuchen kann. Ein weiterer interessanter Ausflug führt zur gewaltigen Kupfermine von Bougainville.

Überall in Papua-Neuguinea findet man noch Relikte aus der japanischen und deutschen Besatzungszeit. Das Wrack von Admiral Yamamotos Flugzeug liegt im Regenwald von Buin.
Die Inseln um Bougainville haben zahllose weiße Sandstrände.
Die Trobriand-Inseln sind von allen Inseln der Provinz Milne Bay am leichtesten zu erreichen. Auch hier gibt es ausgezeichnete Wassersportmöglichkeiten.

Die D'Entrecasteaux-Inseln erheben sich steil und gebirgig aus dem Meer. In der Mitte der Goodenough-Insel befindet sich ein großer Stein, der mit mysteriösen Gemälden dekoriert ist.

Das Hochland von Papua Neuguinea

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im unzugänglichsten Teil des Landes.
Die Eastern Highlands haben von allen Gebieten des Landes den längsten Kontakt mit dem Westen. Kainantu kann man von Lae aus über den Kassim-Pass erreichen. In der Stadtmitte erwartet den Besucher ein großes Kulturangebot, das den Verkauf von traditionellem Kunstgewerbe und Unterricht im Drucken und Weben mit einschließt. Die größte Stadt ist Goroka, das Landwirtschafts- und Wirtschaftzentrum des Hochlandes. Die umfangreiche Sammlung des J.-K.-McCarthy-Museums beinhaltet neben regionalem Kunsthandwerk eine Reihe von Fotografien, die von Erforschern der Insel in den Pioniertagen der Fotografie aufgenommen wurden. Die Raun-Raun-Theatergruppe in der Innenstadt inszeniert zeitgenössische Aufführungen traditioneller Geschichten und Legenden. Das 10 km von Goroka entfernte Dorf Bena Bena hat die größte Handweber-Organisation des Hochlandes. Ganz in der Nähe liegt Asaro, wo sich die Männer mit grauem Schlamm bedecken und für die Touristen die historischen Rachefeldzüge gegen das Nachbardorf vorführen. Die Kleinstadt Kundiawa ist Hauptstadt der Provinz Simbu. Einige der örtlichen Höhlen werden als Gräber benutzt, andere sind jedoch noch bewohnt. Die Flüsse Wahgi und Purari laden zu Floßfahrten ein. Der 4694 m hohe Mount Wilhelm ist der höchste Berg in Papua-Neuguinea.
In vieler Hinsicht gleicht Mount Hagen, Hauptstadt der Provinz Western Highland, einer Wildweststadt. Sie wuchs erst in jüngster Zeit auf Stadtgröße an. Die Stadt hat ein Kulturzentrum. Der Baiyer-River-Naturschutzpark, 55 km nördlich von Mount Hagen, ist ideal zum Beobachten von Paradiesvögeln. Hier leben auch Opossums, Baumkänguruhs und Papageien.

Das Mendi-Tal in den Southern Highlands ist für seine eindrucksvolle Landschaft und Kalksteinhöhlen bekannt. Hier wohnen die Huli-Perückenmänner, die ihre Gesichter rot und gelb schminken und kunstvoll dekorierte Echthaarperücken tragen.
Zu den vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten in Wabang in der Provinz Enga zählen eine Kunstgalerie und ein Museum. Man kann jungen Künstlern bei der Herstellung von Sandbildern zusehen. Schutzschilder, Perücken, Waffen und Gebrauchsgegenstände aus ganz Papua-Neuguinea können im Museum besichtigt werden. Enga ist die ursprünglichste der Hochlandprovinzen.

Der Fluss Sepik

Dieser Fluss ist der längste in Papua-Neuguinea. Er schlängelt sich von den Bergen nahe der indonesischen Grenze durch kaum erschlossene Dschungelgebiete, Sümpfe und Grasland, bevor er die 1,6 km breite Meeresmündung erreicht. Der Sepik bildet zahllose gekrümmte Wasserwege, Seen, Nebenflüsse, Sümpfe und Lagunen. Teilweise wurden Kanäle zur Begradigung angelegt. Das Haus Tambaran in Angoram stellt Kunstwerke aus den Gebieten entlang des gesamten Flusslaufs aus. Im Dorf Kambaramba und anderen Ortschaften werden die Häuser zum Schutz vor Überflutungen auf Pfählen gebaut, und der Einbaum ist das wichtigste Transportmittel, für Besucher werden Kreuzfahrten veranstaltet. An den Dachgiebeln und Häuserpfosten lässt sich unschwer erkennen, dass die Holzschnitzerei zu den wichtigsten regionalen Handwerkskünsten gehört. Besonders schöne Beispiele findet man im Dorf Tambanum.

In Timbunke findet man weitere Beispiele örtlicher Bautechniken (einschließlich Brückenbau). In der Umgebung der Chambri-Seen leben einige der vielen Vogelarten, für die Papua-Neuguinea berühmt ist z.B Silberreiher, gescheckte Reiher, Gabelweihen, Kormorane und Eisvögel.

Neben der vielfältigen Vogelwelt der Chambri-Seen ist auch das mannigfaltige Tierleben auf dem Sepik und seinen Nebenflüssen faszinierend. Große Sumpf- und Grasgebiete am Fluss bilden die Heimat von Stelzvögeln, Reihern, Fischadlern und vielen anderen Wildvögeln. Manchmal werden in der Nacht oder am frühen Morgen Exkursionen in den Dschungel angeboten, bei denen man die einzigartige Geräuschkulisse erleben kann, die die Vögel bei ihrer Vorbereitung zur Jagd veranstalten.

Es werden auch verschiedene Flussfahrten veranstaltet, deren Routen jedoch flexibel sind, da sie von den örtlichen Gegebenheiten abhängen, und versucht wird, Besuchern möglichst viele der interessanten einheimischen Bräuche und Feste nahezubringen.

Urlaubsorte auf Papua Neuguinea

Die drei größten Städte im Papua-Neuguinea sind Port Moresby (200.000 Einwohner), Lae (83.000) und Madang (28.000 Einwohner).

Port Moresby
Die Hauptstadt Port Moresby liegt am Hafen Fairfax. Hier befinden sich das Nationalparlament und das Nationalmuseum, der Botanische Garten und die katholische Kirche (im Haus-Tambaran-Stil). Es gibt viele Sportmöglichkeiten (u. a. Tauchen, Windsurfen, Segeln, Wasserski, Golf, Tennis und Squash).
Auch die Umgebung der Hauptstadt bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die Kokoda- und die Sogeri-Straße: Die 40 km lange Kokoda-Straße nimmt ihren Anfang in Port Moresby, und die Sogeri-Straße führt durch zahlreiche Gummibaumplantagen zu vielen atemberaubenden Aussichtspunkten.
Village Arts liegt in der Nähe des Flughafens in Six Mile und ist eine staatliche Kunstgewerbehandlung, die die beste Artefaktausstellung des Landes bietet.
Andere Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Port Moresby sind der Wairiata-Nationalpark, die Moitaka-Krokodilfarm, die Loloata-Insel und das Seepark-Ozeanarium.

Lae und die Provinz Morobe

Lae ist die zweitgrößte Stadt in Papua-Neuguinea, ein wichtiges Wirtschaftszentrum und ein Seehafen. Der Botanische Garten gehört zu den schönsten des Landes. Der Berg Lunaman bietet einen guten Ausblick über den Huon-Golf und das Markham-Tal.
Unweit von Lae liegt Wau, ein früheres Goldbergbauzentrum. Das Ökologische Institut in Wau ist eine privat finanzierte Organisation, die auch einen Zoo und ein kleines Museum unterhält. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Wau gehören der McAdam-Nationalpark und der Mount Kaindi, Finschafen (eine äußerst malerische Küstenstadt) und die Tami-Inseln, auf denen die berühmten geschnitzten Holzschüsseln hergestellt werden. Sialum ist eine reizvolle Küstenregion und bekannt für ihre Korallenterrassen. Wildwasser-Rafting auf dem Watut-Fluss ist auch möglich.
Madang

Madang ist die Haupstadt der gleichnamigen Provinz und Ausgangspunkt vieler Inselrundfahrten und Bootsfahrten auf dem Fluss Sepik. Die Stadt hat zahlreiche Geschäfte, Hotels, Restaurants und Märkte. In den nahe gelegenen Orten Yabobs und Bilbils kann man beim traditionellen Töpfern zusehen.
Die Bewohner der Manam-Inseln stellen ihre Häuser aus ineinander geflochtenen Blättern und Blattstielen von Sago- und Toddy-Palmen her. Die Menschen am Fluss Ramu bauen ähnliche Häuser, die aber auf Pfählen stehen. Ihre traditionellen Schnitzereien sind von den Völkerstämmen am Sepik beeinflusst. Die Bergbewohner sind kleinwüchsiger als andere Bevölkerungsgruppen Papua-Neuguineas. Sie bauen Salat, Radieschen, Kohl und Kartoffeln an. Bei den Familien der Küstenbewohner stehen Halsbänder aus Hundezähnen, Kopfbänder aus Tambu-Muscheln und Amulette aus Schweinehauern hoch im Kurs.

Urlaub auf Papua Neuguinea

Das Spektrum an Aktivitäten in Papua Neuguinea ist breit gefächert. Zahlreiche Angebote findet man zum Beispiel rund um das Wasser. Atemberaubende Korallenriffe und glasklares Wasser lassen jedes Taucherherz höher schlagen. Aber auch auf dem Wasser lässt sich die Insel entdecken. Dies zum einen beim Angel oder bei einer Kreuzfahrt auf dem Meer oder den vielen Flüssen.
Auch im landesinneren hat Papua Neuguinea einiges zu bieten. Das Hochland (über 4.500 m) lässt sich am besten mit einem einheimischen Führer erkunden. Auf diese Weise erhält man zusätzlich noch einen Einblick in die interessante Kultur der Ureinwohner. Wer ruhe zum abschalten und relaxen sucht findet auch dies in Papua Neuguinea. Die wunderschönsten Plätze am Strand oder in den modernen Ferienlodges.
Gerade diese Vielfalt an Aktivitäten macht Papua Neuguinea zu einem idealen Urlaubsland für Menschen die die schönste Zeit des Jahres außergewöhnlich und individuell gestalten möchten.

Tauchen
Papua Neuguinea mit seinen kristallklaren Gewässern, farbenfrohen Riffen und tiefen Korallenschluchten ist der Traum eines jeden Tauchers. Interessant sind die Korallenriffe vor allem weil sie noch vollkommen erhalten sind. Ein weiteres Highlight sind die vielen noch aus dem 2. Weltkrieg stammenden Flugzeug- und Schiffwracks die vor den Küsten liegen. Papua Neuguinea hat sehr viele grandiose Tauchreviere die schönsten liegen in den Gegenden um Port Moresby, Madang und der Kimbe Halbinsel.


Trekking

Da für viele Einwohner Papua Neuguineas Fußwege die einzige Art bilden, sich von einem Ort zum anderen zu begeben bietet die Insel viele Möglichkeiten für Trekking, Bergsteigen und Bergwanderungen. Das oft zerklüftete und bergige Terrain wird von vielen Wanderwegen durchzogen. Der beliebteste ist der Kokoda Trail, doch einige weniger bekannte sind zwar anspruchsvoller, aber auch interessanter. Häufig wird es nötig sein, einen einheimischen Führer mit zu nehmen, doch es mangelt nicht an freiwilligen Begleitern, die ihre Dienste für eine kleine Anerkennung zur Verfügung stellen. Papua Neuguineas Bergwelt ist keine große Herausforderung für den erfahrenen Bergsteiger, doch sie bietet viele interessante Wander- und Klettermöglichkeiten. Mount Wilhelm, mit 4509 m der höchste Berg, erfordert eine Tour über gut zwei Tage. Andere Bergwanderungen führen auf den Mount Victoria und den Mount Giluwe.

Kreuzfahrten

Der Sepik ist das eigentliche kulturelle "Kleinod" Papuas. Das beliebte Passagierschiff die „Sepik Spirit“ befährt die beeindruckenden Wasserstraßen des Sepik zweimal wöchentlich.
Die „MS Sepik Spirit“ ist eine schwimmende Lodge für die Abenteurer, die gerne die Annehmlichkeiten der Zivilisation genießen, während sie den geheimnisvollen Mittellauf des mächtigen Sepik durchqueren. Die "Sepik Spirit" hat die ideale Größe für eine Expeditionsreise, denn sie lässt Sie die Umwelt hautnah erleben, ohne Sie in eine zu große Touristengruppe einzubinden.

Angeln
Die Angelgebiete um Papua Neuguinea sind einzigartig vor allem durch ihre natürliche und unberührte Beschaffenheit. Gerade bei Sportfischern sind die Gebiete rund um die Insel sehr beliebt. Ein hervorragendes Gebiet zum angeln aber auch zum entdecken der Kultur Papua Neuguineas sind die Flüsse die durch die Regenwälder führen. Dort gibt es Fischarten die es nur auf der Insel zu finden gibt. Für diejenigen die es eher auf das offene Meer zieht bieten vor allem die Bismarck, Coral und Archipelage See einen Idealen Ausgangsort. Hier findet man alle Fische die das Anglerherz begehrt: schwarze, blaue und gestreifte Marlins, Markrelen und sogar Haie.

Sitten und Bräuche auf Papua Neuguinea

Die Zahl der alten, noch gepflegten Bräuche ist nicht abzuschätzen.
Die Menschen auf Papua-Neuguinea gehören insgesamt über 860 Völkern und Stämmen an, von denen manche am Existenzminimum leben. Ebenso viele Sprachen und Dialekte gibt es und ein Vielfaches an kulturellen Überlieferungen. Inzwischen sind die meisten Einwohner von Papua-Neuguinea Christen geworden, was sie aber nicht davon abhält, gleichzeitig althergebrachten heidnischen Religionsvorstellungen anzuhängen. Es gibt auch Gruppen anderer Religionsgemeinschaften: Jehovas Zeugen, die Pfingstgemeinde, seit neuestem die Mormonen - und viele mehr.
So viele Stämme und Kulturgruppen haben natürlich zahllose Feste. Meist kann man als Fremder aber nur die überlokalen, allgemeinen Feierlichkeiten besuchen, bei denen allerdings auch oft schönes und interessantes Volkstum gezeigt wird. Dazu gehören die "Port Moresby-Show", die am Geburtstags-Wochenende der englischen Königin im Juni stattfindet, und im September die "Goroka-Show". Im Juli und August findet auf den Trobriand-Inseln (nordöstlich der Hauptinsel) das landwirtschaftlich betonte Jams-Fest statt. Und an einem Wochenende nahe dem Unabhängigkeitstag im September gibt es in Port Moresby ein weiteres großes Fest mit Kanurennen und vielen kulturellen Darbietungen.

Man kann bei den ländlichen Festen prächtige Holzmasken oder Gesichtsbemalungen und bunten Kopfputz sehen. Die Krieger tragen kunstvoll geflochtene Menschenhaar-Perücken, in denen farbenprächtige Federn des Paradiesvogels stecken. Häufig sind bei Tanzfesten in den Bergregionen die Körper der Tänzer mit Lehm oder Kalk beschmiert.
Papua-Neuguinea bietet ein breites Spektrum an kunsthandwerklichen Erzeugnissen. Besonders verbreitet ist die Herstellung von „Bilums“, einer Art von Schnurtaschen, die aus Pflanzenfasern hergestellt werden und von Provinz zu Provinz ganz unterschiedlich ausfallen. Dann gibt es menschenähnliche Figuren aus Holz (sie stellen Geister dar) und auch Reliefschnitzereien, die ganze Geschichten erzählen. Man findet Korbwaren und Töpfereien von bemerkenswerter Qualität. Außerdem werden aus Holz Schüsseln, Masken und Musikinstrumente hergestellt. Auf den Trobriand-Inseln leben eingeborene Künstler, die sehr feine Schnitzarbeiten aus Ebenholz mit Perlmutt-Verzierungen herstellen.

Geschichte von Papua Neuguinea

Die Besiedlung von Papua-Neuguineas scheint bereits in Urzeiten erfolgt zu sein, wobei die ersten Einwanderer vermutlich aus Südostasien stammten und von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bzw. der Fischerei lebten.
Erst im frühen 16. Jahrhundert erreichte mit dem portugiesischen Seefahrer Jorge de Meneses ein Europäer den Nordwesten der Insel. Die von ihm gewählte Bezeichnung „Ilhas dos Papuas“, welche sich angeblich auf das Haar der einheimischen Bevölkerung bezog, wurde 1545 durch den spanischen Seefahrer Iñigo Ortiz de Retez erneuert, der nach westafrikanischem Vorbild den Namen „Nueva Guinea“ wählte. Nachdem zunächst die Spanier mit der Ausfuhr von Bodenschätzen und anderen Gütern begannen, versuchten im 19. Jahrhundert auch andere europäische Mächte, Anteile an Neuguinea zu erhalten. Die Niederländer sicherten sich so 1828 den Westteil der Insel, während der Ostteil 1884 zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien aufgeteilt wurde. Das nordöstlich gelegene Kaiser-Wilhelm-Land, welches zudem weitere Inseln im Pazifik umfasste, erhielt im Jahre 1899 den Koloniestatus. Die britische Schirmherrschaft um Port Moresby wurde 1906 als „Territorium Papua“ von Australien übernommen, welches nach der Besetzung der deutschen Gebiete im 1. Weltkrieg im Rahmen eines Völkerbundmandats ab 1920 auch die Verwaltung derselben übernahm. Die faktische Verwaltung des gesamten östlichen Teils Neuguineas durch Australien setzte sich auch nach dem Ende des 2. Weltkrieges fort, in welchem Japan einige Landesteile zeitweilig besetzt hielt. Im Rahmen eines UN-Treuhandmandats wurden 1949 das „Territorium Papua“ und das ehemals deutsche „Territorium Neuguinea“ einem Zusammenschluss unterzogen. Nach aufkommenden Unabhängigkeitsbestrebungen und ersten abgehaltenen Wahlen im Jahre 1972 und nachfolgender interner Selbstverwaltung erhielt Papua-Neuguinea unter dem ersten Premierminister Michael Somare am 16.09.1975 seine vollständige Autonomie im Rahmen des Commonwealth. Nach dem Abschluss eines Grenzvertrages mit Indonesien, welches 1963 den westlichen Teil Neuguineas als Provinz annektiert hatte, sah sich die Regierung Papua-Neuguineas mit kontinuierlichen Autonomiebestrebungen einzelner Regionen konfrontiert. Insbesondere der Konflikt auf der Insel Bougainville forderte ab 1988 tausende Todesopfer und den zeitweiligen Sturz der Regierung. Erst 1998 konnte mit neuseeländischer und australischer Hilfe ein Waffenstillstand zwischen den Parteien ausgehandelt werden, der 2001 zudem in einem Friedensabkommen und einem Autonomiestatus Bougainvilles mündete. 2005 konnten innerhalb der neu geschaffenen unabhängigen Provinz Bougainville erstmals Wahlen abgehalten werden. Die Regierung Papua-Neuguineas versuchte, eine Festigung des maroden Staatshaushaltes vorzunehmen und eine weitgehende politische Stabilität innerhalb des Landes zu garantieren.

Papua Neuguninea


Papua Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt und liegt im Pazifischen Ozean, 160 km nordöstlich von Australien. Papua-Neuguinea ist der östliche Teil der Insel Neuguinea, die zweitgrößte Insel der Welt. Der westliche Teil wird Irian Java genannt und gehört zu Indonesien. Es gehören aber noch über 600 Inseln zu Papua-Neuguinea, die fast alle gebirgig und vulkanisch sind. Neuguinea hat eine Gesamtfläche von 462,800 m², was etwa der Größe Thailands entspricht. Die Menschen auf Papua-Neuguinea gehören insgesamt zu über 860 Völkern und Stämmen, von denen manche sogar noch auf der Kulturstufe der Steinzeit stehen. Ebenso viele Sprachen und Dialekte gibt es und ein Vielfaches an kulturellen Überlieferungen. Papua-Neuguinea ist das Land mit den meisten Sprachen der Welt.

Allgemeines über Papua Neuguinea

Bevölkerung

Im Jahr 2005 lebten 5,1 Millionen Einwohner in Papua Neuguinea. Der Großteil lebt im Hochland, viele aber auch in abgeschiedenen Dörfern. Außerhalb des National Capital District ist die Bevölkerungsdichte sehr gering. Nur rund 20 % der Bevölkerung lebt in den städtischen Gebieten. Die Hauptstadt Port Moresby ist die größte Stadt des Landes mit über 500.000 Einwohnern. Weitere große Städte sind Lae, Mount Hagen, Madang, Wewak und Goroka.

Klima

Die beste Reisezeit für dieses am Äquator gelegene Abenteuerland reicht von März bis in den Oktober hinein. Es gibt zwei Klimazonen in PNG. Das Flachland und die Küstenregionen sind heiße Zonen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur variiert zwischen 24°C-35 °C.
Die Hochlandregion ist wesentlich kühler und mit weniger Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur liegt dort zwischen 12-28 °C. In beiden Regionen ist es tagsüber sonnig und warm. Am späten Nachmittag können Wolken aufziehen und am Abend sind ein paar Tropfen Regen möglich. Das Wetter in PNG ist sehr ortsgebunden, z.B. kann es in der Sepikregion trocken und heiß sein, im Hochland hingegen regnet es stark.

Flora und Fauna

In Papua Neuguinea stoßen Sie auf eine faszinierende Vielfalt vergangener, aber gleichzeitig auch lebendiger Kulturen. Auf einer Reise durch dieses Land können Sie den erstaunlichen Pflanzen- und Tierreichtum erleben. Die riesigen Gebiete mit tropischen Regenwäldern beherbergen über 700 Vogelarten. Papageien, Kakadus und natürlich auch das Symbol Papua Neuguineas, der Paradiesvogel, leben hier und können bei geführten Birdwatching-Touren beobachtet werden. Weltberühmt ist PNG für seine mehr als 3.000 Orchideenarten, die mit ihren prächtigen Farben und Formen die Blicke auf sich ziehen.

Sprache

In PNG gibt es geschätzt 800 traditionelle Sprachen. Die offizielle Landessprache ist Englisch. Die beiden meist genutzten allgemeinen Sprachen sind Hiri Motu und melanesisches Pidgin. Pidgin-Englisch wird in einigen Regionen auch als Tok Pisin bezeichnet. Es ist die Verkehrssprache in PNG, sie ist abgeleitet aus dem Englischen, Deutschen und den einheimischen Sprachen mit gelegentlichen Wörtern in Spanisch, Holländisch und Portugiesisch.

Hotels

Es gibt auf der Hauptinsel inzwischen eine ganze Reihe guter Hotels. Die meisten und auch die großen Restaurants haben sich auf internationale Küche eingestellt. Es gibt aber auch Hotels und Restaurants, die einheimische Speisen anbieten, die schlicht aus gut gewürztem Gemüse und Fleisch oder Fisch, Kochbananen und Süßkartoffeln bestehen.